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Bedeutet Digital Imaging das Ende des Aufsichtsbildes ?
Gastkommentar von Manfred Kriegelstein

Bedeutet die rasante Entwicklung der digitalen Fotografie und des Internets zwangsläufig das Ende des gerahmten Bildes? Werden wir in Zukunft Bilder nur noch per eMail übermitteln und auf Monitoren betrachten können? Gibt es Fotoausstellungen nur noch per Videoanimation auf Flachbildschirmen?

Ich kann Sie beruhigen liebe Leser, in absehbarer Zeit ist nicht mit einer Verwirklichung dieser Horrorvisionen zu rechnen. Zugegeben, die elektronische Bildbearbeitung überrollt unseren fotografischen Alltag und technisch wird das oben Erwähnte sicherlich bald möglich sein, aber nicht alles was möglich ist, wird auch Realität. Keine technische Entwicklung hat es bisher geschafft, an den Bedürfnissen des Menschen (oder wirtschaftlich formuliert des Verbrauchers) vorbei zu wachsen.

Und gerade die digitale Bildbearbeitung als rasantetste Entwicklung der Fotografie der letzten einhundert Jahre, zeigt dies in besonderem Maße. Jeder kreativ arbeitende Fotograf war immer bestrebt seine Methoden zu verbessern, um zu einem perfekten Bild zu kommen. Das heißt, er hat sowohl die künstlerischen Möglichkeiten, als auch die technischen Erleichterungen der elektronischen Bildbearbeitung nicht nur angenommen, sondern sogar begierig aufgesogen. Die Verkaufszahlen der Hard- und Softwareprodukte dieses Bereiches sprechen Bände.

Der Fotograf als Verbraucher bestimmt die Entwicklung. Entscheidend für die Beurteilung der weiteren Entwicklung ist aber die Tatsache, daß die überwiegende Zahl der Fotografen an dem Bild im Sinne eines sinnlichen Produkts das man anfassen kann, interessiert ist. Die flüchtige Erscheinung auf einem Monitor wird niemals das Gefühl ersetzen können, das ein mit Passepartout versehenes und gerahmtes Foto vermittelt. Das hat natürlich auch die Industrie erkannt.

Die Entwicklung im Fotodruckerbereich und vor allen Dingen bei den entsprechenden Printerpapieren verläuft meiner Meinung nach noch schneller als im Chipbereich der Digitalkameras. Nicht nur, daß wir heute mit den modernen Fotodruckern im Farb-bereich der traditionellen Dunkelkammer überlegen sind, nein ich wage zu behaupten, daß wir jetzt hinsichtlich Oberflächenvielfalt und Qualität auf eine Auswahl von Papieren zurückgreifen können wie noch nie in der Geschichte der klassischen Fotografie. Es war jedenfalls noch nie so leicht möglich das passende Papier zu finden um Bilder optmal zu präsentieren.. Also keine Angst liebe Leser, genauso wenig wie das oft orakelte papierlose Büro Realität wurde, wird es die papierlose Fotografie werden.

Auch in Hinsicht auf die vergleichende Beurteilung von Bildern ist die Präsentation auf Monitoren nicht sehr sinnvoll, da es meistens an der genormten Kalibrierung hapert. Ein Foto ist ein Foto ist ein Foto... Das bedeutet, daß beim Betrachten eines Aufsichtsbildes jeder Beurteilende das gleiche Produkt sieht. Eine Bilddatei auf verschiedenen Computersystemen und Bildschirmen präsentiert führt oft zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Aus diesem Grunde sind auch sogenannte dezentrale Fotojurys bei denen Bilddateien via Internet oder CD zu den Juroren geschickt werden absoluter Blödsinn. Der Bildschirm ist ein Hilsmittel auf dem Weg zum perfekten Aufsichtbild - nicht mehr und nicht weniger!

Die Hahnemühle FineArt GmbH hat sich intensiv diesen neuen Bedürfnissen der Fotografen angenommen und sich auf die Herstellung absolut edler Druckpapiere spezialisiert. Neben den vielen Strukturpapieren sticht ein Papier mit glatter, extrem samtiger Oberfläche besonders heraus: "Photo Rag". Dieses Medium ist ein 100 prozentiges Hadernpapier also eine Baumwollgrundlage. Photo Rag gibt es in einer Stärke von 188 g/m2 bis 460! g/m2. Außerdem ist es auch als Board mit Kaschierung auf 1,3 mm zu erhalten. Die 196 g/m2 - Variante ist doppelt beschichtet und somit beidseitig bedruckbar. Wenn man einmal einen Ausdruck seines Lieblingsbildes auf diesem Papier in der Hand hält, fragt man sich wie man bisher ohne auskommen konnte...

Manfred Kriegelstein


 

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